Über O-JOLLE AUSTRIA

Die Olympiajolle (auch O-Jolle genannt) wurde ursprünglich als Einhandklasse für die Olympischen Spiele 1936 konstruiert. Die technische Entwicklung hat auch vor der O-Jolle nicht Halt gemacht. Aus dem seinerzeitigen Holzboot mit Holzrigg und Baumwollsegeln ist eine durchaus moderne Jolle (auch) aus Kunststoff mit Alurigg und Doppelboden entstanden.

Diese technische Entwicklung verhindert aber erfreulicherweise nicht, dass auch ältere Holzboote auf Clubregattaniveau erfolgreich sind, was erheblich zur Beliebtheit der Klasse beiträgt, weil auch Liebhaber klassischer Boote am Regattaleben teilnehmen können. Es ist der Klasse ein besonderes Anliegen, technische Neuerungen mit Augenmaß zu vollziehen und darauf zu achten, dass auch ältere Boote entsprechend nachgerüstet werden können und solcher Art konkurrenzfähig bleiben.

Die O-Jolle ist eine Einheitsklasse; die Klassenpolitik ist darauf ausgerichtet, die Klassenbestimmungen auch konsequent anzuwenden, so dass es primär auf das Geschick und die Fähigkeiten des Seglers ankommt, wenn es darum geht, bei einer Regatta gut abzuschneiden.

Die Klasse ist in Österreich, Deutschland und Holland, aber auch in der Schweiz sehr stark vertreten. Sie erfreut sich steter Beliebtheit, weshalb Regattafelder von 30 Booten oder mehr keine Seltenheit sind.

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Fotos: sportconsult Schmidleitner

Die O-Jolle ist eine Traditionsklasse. Erfreulich ist, dass noch immer sehr viele Holzboote aus der Vergangenheit existieren. Speziell in Österreich hat die Klasse ihren Zulauf in der jüngeren Vergangenheit Liebhabern von Holz-O-Jollen zu verdanken, die ihre liebevoll restaurierten Boote nicht nur bei Traditionsregatten zum Einsatz bringen, sondern auch an Schwerpunktregatten und Klassenmeisterschaften teilnehmen. Es ist der Klassenvereinigung ein ausdrückliches Anliegen, diesen Mix zwischen alten und neuen Produkten zu fördern und daher insbesondere auch jene Besitzer von alten Booten anzusprechen und einzuladen, an den Regatten teilzunehmen. An der Klassenmeisterschaft im Jahr 2016 im Union-Yachtclub Attersee haben die Klassikboote bereits ein Viertel des Teilnehmerfeldes gestellt und sind um den Sonderpreis der „Morschen Planke“ gesegelt.

Bei der Traditionsregatta der Atterseewoche 2016 haben die Holz-O-Jollen mit 13 Teilnehmern das größte Feld der Einheitsklassen gestellt. Manche moderne Klassen würden sich so viele Teilnehmer bei ihren Regatten wünschen. Es besteht die Hoffnung, dass im heurigen Jahr noch mehr Teilnehmer für diese Traditionsregatta gewonnen werden können.

Für all jene, die vielleicht daran denken, sich eine alte Holz-O-Jolle zu kaufen, aber den Restaurierungsaufwand in technischer Hinsicht scheuen, soll auf einen besonderen Unterstützer unserer (Holz-)Klasse hingewiesen werden. DI Georg Friedl hat das Bootsservice von seinem Vater übernommen. Den Friedls waren und sind die alten Rennklassen, darunter speziell auch die O-Jollen, seit jeher besonders angelegen. Sie haben mit ihrem Bootsservice www.woodenboat.at ; georg@woodenboat.at; Tel +43 676 9559 237; schon so manchen Eigner einer klassischen O-Jolle unterstützt und dabei auch eine besondere Expertise entwickelt, weshalb ihnen eine besondere Empfehlung gilt.